Gründe vegan zu leben – Die Top 3


Gründe vegan zu leben – Die Top 3

Gründe vegan zu leben

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Gründe vegan zu leben gibt es viele und ich möchte heute auf die drei häufigst genannten eingehen. Ich habe Gründe für Veganismusmich in den letzten 6 Jahren schon mit sehr vielen Menschen persönlich oder online über die vegane Ernährung ausgetauscht. Immer wenn es darum ging, was der Grund oder der Auslöser dafür war, sich damit zu beschäftigen, sind immer wieder diese 3 Aussagen gefallen:

1.: „Ich habe erfahren, wie unfassbar schädlich die konventionelle Tierhaltung für unser Klima und die Umwelt ist und möchte dies mit meinem täglichen Konsum nicht mehr weiter unterstützen.“

2.: „Ich habe Dokumentationen und Reportagen gesehen, wie die Tiere in der konventionellen Landwirtschaft behandelt und ausgebeutet werden und kann nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, dies zu unterstützen.“

3.: „Ich habe mich damit auseinandergesetzt, wie ich mich und meinen Körper ernähren sollte um mich bestmöglich fit und gesund zu fühlen. Und zeitgleich trotzdem meine körperlichen Ziele erreichen kann. Dabei ist mir aufgefallen, dass die meisten tierischen Produkte aufgrund der heutigen Produktionsprozesse zu vielen ernährungsbedingten Krankheiten führen können und den menschlichen Organismus zusehends belasten.“

Körperliche Ziele können in dem Zusammenhang bedeuten, dass man abnehmen oder an Muskeln zulegen möchte. Oder auch, dass man sich grundsätzlich fitter und gesünder fühlen möchte durch die korrekte Nährstoffzufuhr.

Die Umstellung vegan zu essen

Ja, das sind also die 3 Top Gründe vegan zu leben und warum sich Menschen damit auseinander setzen, die pflanzliche Ernährung immer mehr in ihren Alltag zu integrieren. Dabei informieren sie sich immer mehr über Herstellungsprozesse, Haltungsarten und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln. Im Austausch mit den heute vegan lebenden Menschen ist aufgefallen, dass die Art und Weise der Umsetzung stark variiert hat:

3-gründe-vegan-zu-lebenDie einen sind wirklich von heute auf morgen auf die pflanzliche Ernährung umgestiegen und haben damit ganz viel Disziplin und Umsetzungswillen gezeigt. Andere reduzieren zunächst ihren Fleischkonsum oder ernähren sich erstmal eine zeitlang vegetarisch. So finden sie heraus, wie man damit im Alltag zurecht kommt und ob man sich damit auch gesundheitlich gut fühlt.

Denn klar ist, dass Fleisch grundsätzlich natürlich schon ein guter Lieferant hochwertiger Nährstoffe wie Eiweiß bzw. Protein, Eisen, Zink, Selen sowie Vitamine der B-Gruppe darstellt. Allerdings lassen sich all diese Nährstoffe eben auch mit pflanzlichen Lebensmitteln aufnehmen. Zusätzlich liefert das heutige Fleisch leider eben auch viele Inhaltsstoffe, die der menschliche Körper nicht gut verarbeiten kann um fit und gesund zu bleiben. Doch dazu an anderer Stelle nochmal ein gesonderter Blogpost, weil dies definitiv ein eigener Beitrag wert ist.

Die Wege der Ernährungsumstellung

Dann gibt es noch die Gruppe Menschen, die die pflanzliche Ernährung einfach schleichend in ihren Alltag integrieren. Das bedeutet, sie essen wie gewohnt Fleisch, Fisch und alle anderen tierischen Erzeugnisse und testen einfach mal gelegentlich ein veganes Rezept aus. Sie probieren neue, vegane Lebensmittel aus und eignen sich Wissen an. Je mehr Routine und Wissen vorhanden ist, desto leichter fällt dann das Ausschleichen von tierischen Erzeugnissen. Zum Beispiel weil der Aha-Effekt eintritt und man feststellt, dass man nur wissen muss, wie man einkaufen muss um es leichter umzusetzen.

Was mir auch aufgefallen ist in den letzten Jahren: Viele vegan lebende Menschen fangen meist immer aus nur EINEM der eben genannten Gründen an, sich mit pflanzlicher Ernährung auseinanderzusetzen. Aber die meisten ernähren sich schlussendlich mit Überzeugung vegan, weil sie alle 3 Top Gründe kennen und diese verinnerlicht haben und leben.

Meine Gründe vegan zu leben

Nun komme ich einmal zu meiner persönlichen Geschichte: Was sind meine Gründe vegan zu leben? Ich habe mich 2014 angefangen mit der pflanzlichen Ernährung auseinanderzusetzen. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich mich nicht mehr an DEN Auslöser erinnern kann, warum ich das auf einmal wollte. Fakt ist jedenfalls, dass ich bereits als 10-jährige eine Zeit lang vegetarisch leben wollte, was zu Hause auch total akzeptiert wurde. Ich habe damals in der BRAVO Zeitschrift auch mal was zum Thema Tierhaltung gelesen und das konnte mein kleines Herz mit Haustieren wohl nicht so gut ertragen 🙂

Als ich in die Pubertät kam, war mir das aber alles wieder total egal, da waren ganz andere Dinge wichtig. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, vor 2014 nochmal aktiv und bewusst eine vegetarische Phase gelebt zu haben. Dennoch habe ich definitiv sehr wenig Fleisch gegessen. Aber auch einfach weil das gar nicht so extrem mein Fall war. Oder vielleicht weil doch noch ein wenig das Ethik Ding in mir steckte. Jedenfalls habe ich als Studentin oder Berufstätige mir nie aktiv selber Schnitzel, Wurst, Frikadellen und Hack gekauft.

Dazu mal ne kleine Anekdote: Ich kann mich noch erinnern, dass ich mit Anfang 20 – als ich vorrübergehend wieder bei meinen Eltern lebte als Studentin- meiner Mama angeboten habe, das Essen für alle Gäste zu meinem Geburtstag selber zuzubereiten damit sie weniger Arbeit hat. Ich habe also für ein bestimmtes Rezept tiefgefrorenes Hack im Supermarkt gekauft und war mit der Zubereitung maßlos überfordert! Wirklich, ich hatte diesen Klumpen Hack da liegen und hab ihn einfach inne Pfanne gehauen ohne zu wissen was ich damit jetzt machen soll. Und somit kommen wir zum nächsten Thema: Wirklich kochen konnte ich zu diesem Zeitpunkt nämlich nicht!

Meine Benefits durch die vegane Ernährung

Jedenfalls kann ich mir heute sehr gut vorstellen, dass der ethische Aspekt und somit der Tierschutz bei mir unbewusst die größte Rolle gespielt haben, mein Essverhalten irgendwann wirklich mal zu hinterfragen. Allerdings auch generell der Wunsch mich gesünder zu ernähren. Denn neben Übergewicht und regelmäßigen Jojo-Eskapaden plagte mich auch eine unausstehliche Neurodermitis, die seit Kindheitstagen hatte. 2014 kündigte ich dann meinen damals sehr stressigen Job und nahm mir mit meinem Freund eine zweimonatige Auszeit auf Malta. Gesund ernährt hab ich mich da noch nicht, im Gegenteil! Es war ja sowas wie Urlaub und Gönnung und Freiheit genießen. Was mir in diesem Jahr dann aber besonders auffiel, war, dass meine Neurodermitis kein deut besser wurde, nur weil ich weniger Stress hatte und das hat mich sehr gewundert.

gründe-vegan-zu-essenSo habe ich angefangen, meine Ernährung aber auch meine Kosmetik genauer unter die Lupe zu nehmen. Man sagt ja immer die Haut ist das größte Organ und der Spiegel der Seele, also wollte ich ihr was Gutes tun. Ich hab tatsächlich auch relativ schnell von 0 auf 100 tierische Inhaltsstoffe in meiner Ernährung weg gelassen und auf möglichst wenig verarbeitete Produkte gesetzt.

Ebenso habe ich bei der Kosmetik immer mehr Produkte einfach weggelassen oder natürliche Kosmetik ersetzt oder mir selber was angemischt. Die Entwicklung, die dann ins Rollen kam, hat mich sehr erstaunt: Ich hab innerhalb kürzester Zeit 8kg Gewicht verloren ohne zu hungern oder zu diäten. Ich war energiegeladen wie nie und meine Haut hat sich über Wochen zusehendst verbessert. Leider ist es mir dennoch nicht gelungen ganz konsequent vegan zu bleiben. Ich glaube aber auch, dass es menschlich ist, nicht alles auf Anhieb immer zu 100% dauerhaft durchziehen zu können.

Es gibt etliche Gründe vegan zu leben

Heute kann ich sagen, ist es leichter denn je, sich pflanzlich zu ernähren und ich bin durch die Umstellung definitiv ein viel bewussterer und achtsamerer Mensch geworden. Auch bezogen auf mich, meinen Körper und mein persönliches Wohlbefinden. Ich profitiere definitiv körperlich davon, denn es fällt mir endlich leichter, mein Gewicht zu halten zu können oder sportlich aktiv zu sein. Das größte Geschenk ist aber meine Haut, die seit Jahren keine Exzeme oder Ausschläge mehr ausweist. Und das ist Lebensqualität pur. Und was ich auch ganz spannend finde, ist, dass ich seit genau 6 Jahren nicht einmal mehr richtig krank war.

Noch im Janaur 2014 hatte ich eine so schlimme Mandelerzündung, die mich tagelang fieberhaft und unter Antibiotika ans Bett gefesselt hat. Sowas habe ich seitdem gar nicht mehr erlebt. Eine Nasennebenhöhlenentzündung mit Kopfschmerzen und Müdigkeit war das höchste der Gefühle und somit ist mein Immunsystem stärker denn je. Übrigens geht es vielen Menschen wie mir bezüglich der Fitness und der Gesundheit. Wobei man seine pflanzliche Ernährung natürlich auch stets optimieren kann, falls man noch nicht so die Balance der Nährstoffe gefunden hat und sich zum Beispiel erstmal schlapp fühlt.

Welche Gründe vegan zu leben sind deine?

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Ja man sieht, aus 3 Top Gründen vegan zu leben, habe ich mal eben 7 weitere gemacht, weil ich einfach die persönliche Erfahrung gemacht habe. Endlich bin ich auch an dem Punkt, dies teilen zu wollen, denn vor zwei Jahren hätte ich öffentlich noch nicht so dahinter gestanden. Wahrscheinlich weil ich Anderen auch  kein schlechtes Gefühl geben wollte…aber das will ich ja heute auch nicht. ich möchte helfen!

Ja im Grunde möchte ich zwei wesentliche Aspekte nochmal für dich zusammenfassen: Verzicht kann eine unfassbare Bereicherung für dich und deinen Körper sein und das ist ein Gefühl, dass man selber erleben muss. Und Verzicht bedeutet auch neue Dinge kennenzulernen: In dem Fall nämlich komplett neue Lebensmittel und neue Rezepte. Deine Geschmacksrezeptoren können sich komplett ändern und du kommst auf einmal in den Genuss von unfassbar leckeren Gerichten, wo du niemals gedacht hättest, dass es dir an was fehlt. Was ich noch gar nicht erwähnt habe, mittlerweile kann ich auch kochen, richtig gut sogar sagt man mir. Von daher wieder ein toller Benefit.

 

 

 

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