Inhaltsstoffe die nicht Vegan sind


Inhaltsstoffe die nicht Vegan sind

Inhaltsstoffe die nicht vegan sind

und nicht sofort als solche erkennbar sind

Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, die nicht vegan sind, sind nicht immer sofort erkennbar. Aufgrund von unbekannten Namen und nicht klar deklarierten Inhaltsstoffen, ist man oft verunsichert. Du bist schon gewillt, die Zutatenliste eines Produktes zu lesen, kannst aber nicht entziffern, ob bestimmte Inhaltsstoffe vegan sind oder nicht? Das Problem kennen viele. Daher habe ich hier eine Zusammenfassung 10 nicht-veganer Inhaltsstoffe für dich zusammengefasst. Diese Auflistung ist durch die aktuelle Podcastfolge von Tamara und mir entstanden. Gerne kannst du diesen Blogpost auch als Podcastfolge anhören!

Honig als Inhaltsstoff: vegan ja oder nein?

InhaltsstoffeHonig ist ein sehr beliebter und oft genutzter Inhaltsstoff in Fertigprodukten wie Müsli, Riegel, Jogurts, Süßwaren, aber auch in fertigen Tiefkühlkostgerichten, Saucen oder Dipps. Da Honig von Bienen produziert wird und dies in der konventionellen Massenproduktion auch nicht ohne Tierleid geht, ist Honig definitv kein veganer Inhaltsstoff. Beispielsweise werden den Bienenköniginnen die Flügel gestutzt, damit sie nicht mit dem Bienenvolk ausschwärmen können. Somit bleibt das Bienenvolk bei ihr. So behält das gesamte Bienenvolk samt Königin einen festen Platz um Honig zu produzieren. Natürlich argumentieren Imker, dass dies der Biene nichts tut und alle fröhlich produzieren können, aber es ist und bleibt Verstümmelung zu unserem Nutzen.

Viele Vegan-Einsteiger oder auch Menschen, die sich schon lange überwiegend pflanzlich ernähren, machen bei Honig dennoch oft eine Ausnahme. Zum Einen liegt es oft an Unwissenheit. Zum Anderen aber auch daran, dass sie es nicht so streng nehmen. Schließlich muss die Biene nicht direkt getötet werden, um Honig auf dem Teller zu haben. Das muss eine Kuh allerdings auch nicht, um uns Milch zu geben. Dennoch werden die Tiere in der Massenproduktion unethisch gehalten und behandelt. Alles, was wir mit ihnen machen, entspricht nicht deren Naturell und den natürlichen Bedürfnissen. Alternativen zu Honig sind Ahornsirup, Agavendicksaft, Reissirup, Dattelsirup, Zucker und Zuckeralternativen. Je nachdem, wie nachhaltig man konsumieren möchte oder ob andere Faktoren wie Preis oder Kaloriendichte eine Rolle spielen, kommt immer eine andere der hier genanten Alternativen in Frage. Fakt ist, Honig kann man prima ersetzen.

Neben Honig ist auch der Inhaltsstoff Bienenwachs nicht vegan. Bienenwachs findet man beispielsweise als Überzugsmittel bei Gummibären und anderen Süßigkeiten. Auch Backwaren und Backtoppings sind oft mit Bienenwachs versehen. Glücklicherweise gibt es auch in der Rubrik Gümmibärchen und Backwaren mittlerweile vegane Varianten. Diese sind dann klar mit vegan deklariert.

Inhaltsstoff Casein

Liest du den Begriff Casein in einer Zutatenliste, ist das Produkt nicht vegan. Casein ist der Name für den Proteinanteil in der Milch und ist Inhaltsstoffe 2besonders wichtig für Baby-Säugetiere wie Kälber. Neben Protein liefert Casein noch Calcium und sorgt eben für eine gesunde Entwicklung der Babytiere. Casein gelangt bei der Verarbeitung nicht in der Molke und wird zu Käse weiter verarbeitet. Auch in vielen Nahrungsergänzungsmitteln und Proteinshakes findet man Casein als Inhaltsstoff. An dieser Stelle muss nicht erwähnt werden, dass dieser Inhaltsstoff weder für Menschen gedacht ist, noch, dass es für uns Menschen überlebenswichtig ist.

Wichtig für den menschlichen Körper ist im Grunde nur, dass er alle 8 essentiellen Aminosäuren zu sich nimmt. Dies garantiert eine gesunde und vollwertige Eiweißzufuhr. Diese 8 Aminosäuren lassen sich aber eben auch über eine rein pflanzliche Ernährung zu sich nehmen. Der Unterschied zu tierischen Erzeugnissen ist lediglich, dass nicht viele pflanzliche Produkte gleichzeitig alle 8 Aminosäuren enthalten. Daher ist es sehr wichtig, pflanzlich abwechslungsreich zu essen. Abwechslungsreich zu essen ist ja aber sowieso einer der besten Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung. Selbst wenn ein bestimmtes Stück Fleisch das volle Aminosäurenprofil aufweist, ist es sicherlich nicht ratsam und gesund, jeden Tag nur dieses Fleisch zu essen. Vereinfacht dargestellt bist du in der pflanzlichen Ernährung wunderbar mit allen Aminsosäuren bedient, wenn du einen guten Mix aus Nüssen, Samen, diverse Gemüse, Hülsenfrüchte und z.B. Soja/ Tofu in deinen täglichen Speiseplan einbaust.

Auch im Bereich Nahrungsergänzung und Proteinshakes gibt es mittlerweile tolle, vegane Varianten. Solltest du also Proteinshakes nehmen wollen, informiere dich doch einmal über die rein pflanzlichen Produkte.

Gelatine ist überall und leider nicht vegan

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Im Islam wird Gelatine vom Schwein gemieden. Daher ist vielen bereits bekannt, dass es ein tierisches Produkt bzw. Erzeugnis ist. Aber die wenigsten wissen, was tatsächlich in Gelatine enthalten ist und wie es produziert wird. Im Grunde wird Gelatine aus Abfallprodukten der Schlachtung gewonnen. Es besteht daher zum Beispiel aus Knochen(-resten), Häuten, Sehnen, Knorpel und Ähnlichem. Dadurch ist Gelatine sehr eiweißhaltig und besteht aus Eiweiß, Wasser und Salzen. Obwohl sich die Inhaltsstoffe von Gelatine nicht appetitlich anhören, so ist die in der Lebensmittelindustrie allgegenwärtig. Klar, die Tiere werden für unseren Konsum eh geschlachtet. Da bietet es sich doch an, aus den Abfallprodukten ein neues, billiges Produkt zu erzeugen.

Gelatine wird in der Lebensmittelindustrie als Binde- und Geliermittel eingesetzt. Es verdickt, stabilisiert oder liefert eben eine bestimmte, gewünschte Konsistenz. Besonders in Back- und Süßwaren wie Gummibärchen, Tortenguss, Puddings und auch Müsliriegel wird Gelatine verwendet. Übrigens stammt in Deutschland über 80% der verwendeten Speise-Gelatine von Schweinen. Folglich ist Gelatine tatsächlich nichtmal vegetarisch. Da es auch kein Allergen ist, welches auf Zutatenlisten der Lebensmittelverpackung dick gedruckt werden muss, wird es oft überlesen und konsumiert.

Ein weiteres Problem gibt es mit Gelatine noch in der Produktion von Getränken. So nutzt man Gelatine um beispielsweise Säfte, Weine und auch Biere von Trübstoffen zu befreien. Dies muss nichtmal auf der Flasche angegeben werden. Sprich, wenn ein Getränk nicht explizit mit einem vertrauenswürdigen Vegan-Label gekennzeichnet ist, kannst du nicht wissen, ob das Getränk nicht mit Gelatine geklärt worden ist. Bier laut deutschen Reinheitsgebot ist glücklicherweise vegan 🤩

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KaRmin aka. Cochenille aka E120

Wo wir gerade beim Thema Alkohol sind, ist der folgende nicht-vegane Inhaltsstoff auch sehr interessant. Es handelt sich hierbei um das sogenannte Karmin, welches auch unter dem französischen Begriff Cochenille oder eben auch E120 bekannt ist. Vielleichst kennst du den Begriff Karminrot? Der steht für ein sehr dunkles rot, so wie dunkle Rotweine gerne aussehen. Du wirst erstaunt sein, woher Weine ihre dunkelrote Farbe bekommen. Und zwar werden dafür ganz oft getrocknete Weibchen von Scharlach-Schildläusen verwendet, die unter Anderem in Mexiko und Peru beheimatet sind. Möchtest du also auch bei Weinen sicher sein, was genau du trinkst, empfiehlt es sich definitiv auch hier ein Produkt zu kaufen, welches klar als vegan deklariert ist. Glücklicherweise gibt es diese auch schon in den meisten gängigen Supermärkten.

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Lecithine sind nicht immer vegan

Kurz zusammengefasst sind Lecithine Emulgatoren, die dafür sorgen, dass Fette und Wasser miteinander verbunden werden können. Das ist bei super vielen Lebensmitteln unabdingbar, besonders bei industriellen Fertigprodukten. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Soja-Lecithine, Sonnenblumen-Lecithine und Lecithine aus Ei. Wie du dir sicher denken kannst, sind die ersten beiden auf rein pflanzlicher Basis, wohingegen Lecithine aus Ei natürlich tierischen Ursprungs sind. Das Besondere ist jetzt, dass du bei einem Produkt drauf achten solltest, ob da nur Lecithine in der Zutatenliste steht oder ob der Zusatz Soja oder Sonnenblume angegeben ist. Denn nur dann kannst du davon ausgehen, dass diese Lecithine rein vegan sind. Ist der Zusatz nicht gegeben, kann der Inhaltsstoff auch tierischer Natur sein.

Schellack aka. E904

sechstensWo wir eben schon von Scharlach-Schildläusen gesprochen haben, kommen wir nun zum nächsten fancy Inhaltsstoff, der nicht offensichtlich nicht-vegan ist. Die Rede ist von Schellack (E904) und dieser wird produziert aus dem Sekret der Lack-Schildläuse. Schellack dient als Überzugsmittel für Gummitierchen, Nüssen, Süßwaren, Nahrungsergänzungsmittel und viele weitere Fertigprodukte. Daher macht es auch hier Sinn, sich die Zutatenliste einmal genauer anzuschauen, denn wirklich appetitlich klingt das doch wirklich nicht, oder?

Der Witz an der ganzen Sache ist, dass selbst Bananen ganz oft mit Schellack überzogen sind. Warum? Weil die Bananen für den langen Transportweg nach Deutschland und die Aufbewahrung in den Supermärkten haltbarer gemacht werden sollen. Damit der Bananenhandel also insgesamt profitabler wird, überzieht man die Bananen(-schale) mit Schellack. Sie werden folglich weniger schnell reif oder braun. Bananen spielen bei wirklich sehr vielen Veganern eine große Rolle in der Ernährung, vorausgesetzt man mag sie. Bananen sind nicht nur ein praktischer, sättigender Snack, sondern man kann damit prima vegan backen, selbstgemachtes Eis kreieren (mit gefrorener Banane) und geniale Smoothiebowls herstellen.

Im Grunde kannst du eigentlich nur sichergehen, dass Bananen keinen Schellack Überzug haben, wenn du zertifizierte Bio-Bananen kaufst. Wie bei allen Obst- und Gemüsesorten dürfen diese mit einem zertifizierten Bio-Siegel nicht behandelt werden mit Schellack oder Pestiziden. Darüber hinaus fördert man natürlich eine umweltfreundlichere Anbauweise im Anbaugebiet und unterstützt fairere Arbeitslöhne für die Bauern vor Ort.

siebtens

Ghee ist geklärte Butter und somit nicht vegan

Ghee (gesprochen Gi) kommt ursprünglich aus der indischen oder auch ayurvedischen Küche. In der deutschen Küche ist er nicht sehr weit verbreitet. Dennoch essen viele Veganer gerne asiatische Küche und hier ist auf Ghee zu achten. Ghee ist geklärte Butter und Butter ist nunmal ein tierisches Erzeugnis. In deutschen Zutatenlisten findet sich statt Ghee eher der Begriff Butterreinfett oder Butterschmalz. Butterreinfett oder -Schmalz ist besonders beliebt aufgrund der guten Brateigenschaften und wegen des Aromas. Kaufst du dir nun aber beispielsweise indische Fertiggerichte ohne Fleisch, solltest du auch unbedingt schauen, ob sich in der Zutatenliste nicht auch der Inhaltsstoff Ghee verstckt. Neben weiteren tierischen Erzeugnissen versteht sich.

achtens

L-Cystein aka Cystein aka E920

L-Cystein oder auch nur Cystein ist ein Zusatzstoff, der für die Mehlbehandlung genutzt wird. Dieser Zusatzstoff sorgt dafür, dass die Elastizität des Teiges verbessert wird. Somit befindet sich dieser Zusatzstoff beispielsweise in Gebäck, Brot und Brötchen. In einem anderen Blogbeitrag habe ich diesen Inhaltsstoff schon einmal erwähnt. Hergestellt wird er aus tierischen Haaren, Borsten oder Federn, richtig schön lecker- nicht! Im Grunde ähnlich wie bei der Gelatine eine kuriose Zusammensetzung aus tierischen Abfällen, die für die Industrie aber schön billig ist.

Ansonsten kannst du bei Brot und Brötchen aus dem Supermarkt aber davon ausgehen, dass es viele vegane Produkte gibt. Die Zutatenlisten lassen sich recht leicht entziffern und du erkennst, ob neben Vollkorn- oder Weizenmehl, Hefe, Wasser, Salz, Körnern und Co. noch tierische Erzeugnisse wie Butter, Milch oder Ei enthalten sind. Bäckereien müssen heutzutage eigentlich alle Inhaltsstoffe im Verkaufstresen klar deklarieren, auch wegen der vielen Allergene. Mittlerweile kennzeichnen auch viele Bäckereien rein vegane Produkte. Im Zweifelsfall fragst du beim Personal nach. Denn wenn es schon nicht ordnungsgemäß ausgeschrieben ist, so sollten die Mitarbeiter*innen zumindest digital oder auf Papier eine Liste zum Nachschlagen haben.

Aromen müssen nicht klar gekennzeichnet werden

neuntensSicherlich ist dir auch schon aufgefallen, dass in vielen Zutatenlisten die Begriffe Aroma und Aromen zu finden sind. Leider sind das Begriffe, die überhaupt nichts darüber aussagen, ob sie vegan sind. Die Hilfs- und Trägerstoffe, mit denen die Aromen im Labor hergestellt werden, können auch tierischen Ursprungs sein. Somit ist das Aroma selber zwar nicht tierisch, aber die Herstellungsweise. Im Grunde verhält es sich ähnlich, wie mit der Gelatine und der Klärung von Säften. In Punkt 3 hatte ich beschrieben, dass Gelatine eben nicht vegan sind. Eenn Weine und Säfte damit in der Herstellung geklärt werden, dann sind die Getränke auch nicht vegan. So kann man sich das mit den Aromen auch vorstellen.

Am Besten und gesündesten sind eh natürliche Aromastoffe und nicht solche, die aus dem Labor stammen. Also selber kochen und für ein leckeres Aroma sorgen, ist hier die Devise. Dies gelingt durch hochwertige, pflanzliche Öle, diversen Gewürzen und Knoblauch zum Beispiel. An dieser Stelle sei allerdings erwähnt, dass angeblich die meisten Aromastoffe mittlerweile pflanzlichen Ursprungs sein sollen. Nur kannst du dir da eben nicht hundertprozentig sicher sein. Daher selbermachen oder ein Produkt kaufen, welches wieder klar als vegan deklariert ist.

mono-und diglyceride von speisefettsäuren (E570)

zehntensDiese Inhaltsstoffe finden sich auch oft auf der Zutatenliste von Fertigprodukten, Brot- und Backwaren. Obwohl der Begriff Speisefettsäuren irgendwie was pflanzliches für mich suggeriert, müssen diese tatsächlich nicht pflanzlichen Ursprungs sein. Ähnlich wie bei den Aromen sind sie es aber oft. Es ist also für den Verbraucher wirklich nicht immer einfach, ein nicht-veganes Produkt zu erkennen. Denn wenn es keine gesetzlichen Regelungen dazu gibt, dann wird es auch nicht klar deklariert.

In diesem Fall hast du wieder mehrere Möglichkeiten damit umzugehen: Du vertraust darauf, dass es pflanzlich ist, weil es in der Regel der Fall ist. Oder aber du erkundigst dich beim Hersteller, das machen heutzutage wirklich viele Verbraucher. Alternativ meidest du das Produkt, kaufst was offensichtlich Veganes oder machst dein Brot beispielsweise selber. Als Fazit kann man sagen, dass es durchaus möglich ist, fast alle Lebensmittel in vegan zu kaufen, aber ein wenig Informieren und Recherchieren gehört schon dazu. Viele Veganer lernen so viel über die Lebensmittelindustrie während ihrer Ernährungsumstellung, dass Ihnen sehr oft die Lust auf Fertigprodukte eh vergeht. So lernt man wieder mehr über frisch kochen, selbermachen und sich gesund ernähren.

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