Vegan essen muss nicht teuer sein – 6 Tips


Vegan essen muss nicht teuer sein – 6 Tips

Vegan essen muss nicht teuer sein

Die 6 Top Tips

Vegan essen hat noch immer den Ruf, total teuer bzw. überteuert zu sein. Dabei spielt es natürlich immer eine Rolle, wie man seine Ernährung selber zusammenstellt. Gemeinsam mit Tamara habe ich wieder eine Podcastfolge aufgenommen, um unsere Ideen und Tips für dich zusammenzustellen.

Tamara ist ausgebildete Ernährungsberaterin und lebt bereits seit 2 Jahren vegan. Genau wie ich, kennt sie die gängigen Herausforderungen eines Veganer im Alltag. In dieser Podcastfolge teilen wir unsere Erfahrungen, Tips und Ideen, wie vegan essen nicht zu teuer wird. Besonders für kritische Neueinsteiger soll dies eine Hilfe darstellen, sich nicht von Preisen blenden zu lassen.

Vegan essen muss nicht teuer sein – Diesen Blogpost hier als Podcastfolge hören!

Im folgenden fasse ich dir unsere Top 6 Tips zusammen um vegan essen nicht zu teuer werden zu lassen:

Tip 1: Vegan essen ist eine Einstellungssache

Vegan essen ist definitiv eine Einstellungssache. Du solltest nicht vegan essen wollen, weil das aktuell viele machen und es im Trend liegt. Viel mehr solltest du deine inneren Beweggründe kennen und dir dann Gedanken zu deiner Einstellung gegenüber deiner Ernährung und deinem Budget machen. Wenn du aus Überzeugung vegan essen möchtest, dann könnte dir der Gedanke ganz gut helfen, was dir deine Überzeugung wert ist. Überlege vegan essen 1zum Beispiel zuerst einmal, wie viel du aktuell im Monat für Essen ausgibst. Danach stellst du deine sonstigen Ausgaben für Lifestyleprodukte und -Abonnements entgegen. Prüfe, welche dieser Dinge du wirklich brauchst und auch nutzt. Möglicherweise wird dir dann schnell klar, dass du das Budget für gesunde, ausgewogene und auch vegane Lebensmittel eigentlich hast. Bisher aber deinen Fokus falsch gelegt hast.

Auch als Mischköstler kannst du sehr billige und wenig nahrhafte Lebensmittel kaufen oder Wert auf Hochwertigkeit, Biolebensmittel und Nachhaltigkeit legen. Generell sind Lebensmittel in Deutschland oft sehr billig und besonders tierische Erzeugnisse werden staatlich subventioniert. Somit sind wir es gewohnt, für unsere Ernährung relativ wenig Budget ausgeben zu müssen.Gleichzeitig schaffen wir uns aber gerne ständig neue Elekrogeräte oder den besten und teuersten Grill an. Für eine gesunde, ausgewogene Ernährung macht es also durchaus Sinn, die eigenen Prioritäten etwas zu verlagern.

Vegan essen ist eine absolut lohnenswerte Investition in die eigene Gesundheit, in den Umweltschutz und natürlich in den Tierschutz. Unsere Lebensqualität wird sich tendenziell zusehnendst verschlechtern, wenn wir keinen Wert auf die inneren und äußeren Faktoren unserer Ernährung legen. Der nächste Schritt könnte die Verwendung von Biolebensmitteln sein, aber das ist keine notwendige Voraussetzung um vegan essen in seinen Alltag zu integrieren.

Tip 2: Koche mehr selber und frisch

Vegane Ersatzprodukte und Fertiggerichte sind oft teurer, weil sie zum Beispiel noch nicht in einer großen Menge abgesetzt werden können. Oder weil vegan essen 2zunächst erstmal viel Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt werden musste. Der Umstand, dass vegane Fertigprodukte nicht staatlich gefördert werden, kann dazu führen, dass sie viel teurer sind. Daher macht es aus Budgetsicht aber auch aus gesundheitlicher Perspektive absolut Sinn, wieder mehr Gerichte und einzelne Lebensmittel selber herzustellen. Suppen, Saucen, Dipps und Aufstriche sind beispielsweise super easy herzustellen. Auch wenn sie nicht ewig halten, da keine Konservierungsstoffe enthalten sind, so spart man sich beim Selbermachen auch viele ungesunde Inhaltsstoffe und natürlich Geld.

Vegan essen kann auch eine Mischung aus günstigen Grundnahrungsmitteln, gelegentlichen Fertigprodukten und hochwertigen Biolebensmitteln sein. Die Mischung macht es und nicht der Anspruch: Nur weil ich jetzt vegan esse, muss es immer alles Bio sein. Vegane Grundnahrungsmittel, die was teurer sein, sind oft auch sehr ergibig und sollten sowieso nicht en masse gegessen werden. Eher sollten sie regelmäßig eingebunden werden. Dazu gehören sämtliche Nusssorten, Chiasamen und natürlich auch alle Alternativen zu klassischen Milchprodukten. Fertige vegane Milch, Jogurts und Käsevarianten kann man gelegentlich kaufen, kann man aber auch super selbermachen. So hast du absolut die Kontrolle darüber, was in deinem Essen drin ist, wertschätzt das Produkt mehr und kannst durch eine Mischkalkulation selbermachen und kaufen variieren.

Tip 3: Nimm dir gerne Zeit für deine Ernährung

Meist ist es ja so, dass wir Zeit oder Geld in etwas investieren müssen. Wenn dir dein Budget sehr schmal vorkommt, dann versuche dein Zeitkonto einmal zu checken. Überlege, wo du im Alltag sehr gerne zu viel Zeit verschwendest. Das kann beim Social Media Scrollen sein, beim zu lange schlafen oder beim Serien rauf und runter schauen. Das Argument, man habe keine Zeit für Sport oder eine gesunde Ernährung ist meist ein Problem der Gewohnheiten. Wenn wir nie gelernt haben, regelmäßig Bewegung in den Alltag zu integrieren oder gelegentlich frisch zu kochen, dann kommt uns das wie ein riesiges Problem vor.

Je mehr du dich mit dem Kochen und selber zubereiten deiner Mahlzeiten beschäftigst, desto leichter wird dir vegan essen fallen. Außerdem wird es so auch nicht zu teuer. Außer Haus essen und Fertigprodukte sparen zwar Zeit, sind meist aber deutlich teurer und ungesünder. Nach hinten hin sparst du dir viel Zeit und Geld, wenn du dich gerne mit deiner Ernährung beschäftigst. Weniger Zeit beim Arzt verbringen, weniger Geld um Medikament zu besorgen. Beides kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, denn durch meine ausgewogene, vegane Ernährung hat sich mein gesundheitlicher Zustand in den letzten Jahren deutlich verbessert!

Tip 4: Vegan essen mit Food Sharing Konzepten

Vegan essen kannst du dir auch schön frisch und gesund gestalten indem du Foodsharing Konzepte deiner Stadt nutzt. Dabei kannst du oft eine ganze vegan essen 3Menge Geld sparen. Denn die kostenfreien und reduzierten Lebensmittel würden andernfalls eh bald im Müll landen, obwohl sie noch gut sind. Das hat diverse Gründe: Zum Beispiel ist das gesetzliche Mindesthaltbarkeitsdatum eines Produktes überschritten und darf de facto nicht mehr verkauft werden. Oder es wurde im Restaurant zu viel eingekauft und zubereitet, aber die Gerichte können nicht mehr verkauft werden.

Auch Wochenmärkte bieten oft Obst- und Gemüse oder Bioboxen an, die du zum deutlich reduzierten Preis abholen kannst. Diese Boxen werden vom Marktstand selber zusammen gestellt und beinhalten einen bunten Mix aus nicht verkauften, frischen Lebensmitteln. Auch das Konzept der solidarischen Landwirtschaft ist eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Menschen aus deiner Stadt Fläche zu teilen. Es werden saisonale Lebensmittel angebaut, die nicht um die halbe Welt reisen müssen. Da dir die Arbeit des Anbaus und der Ernte von den Betreibern der solidarischen Landwirtschaft abgenommen wird, zahlst du lediglich einen Beitrag pro Monat, den du entbeeren kannst und willst.

Sei offen für Food Sharing und bedenke, dass du eine Menge Geld sparen kannst, wenn du dir bewusst machst, dass die Lebensmittel alle noch genießbar sind. Foodsharing ist in Form von Apps und Plattformen nutzbar, am besten schaust du per Suchmaschine einmal nach Angeboten in deiner Stadt bzw. in deinem Stadtteil.

Tip 5: Vegan essen mit Großpackungen und Angeboten

Wenn dir Bioqualität und besondere Nachhaltigkeit bei der Produktentstehung erstmal nicht weiter wichtig sind und du kein größeres Budget dafür ausgeben möchtest, dann kaufe Großpackungen in Angeboten. Besonders alle trockenen Zutaten für eine vollwertig, pflanzliche Ernährung gibt es in Super-Sparangeboten. Ob Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen und Linsen aller Art oder auch Buchweizen, Reis, Quinoa, Couscous, Bulgur, Nudeln, Haferflocken, Nüsse, Samen und Kerne aller Art, hochwertige Pflanzenöle usw.

Das alles sind in der Regel günstige oder lang haltbare Produkte, die du gut in Großpackungen oder im Angebot kaufen kannst. Somit hast du schon einen wunderbaren Grundstock an veganen Lebensmittel, die du ideal mit frischem Obst und Gemüse ergänzen kannst. Neben den großen Supermarktketten mit ihren Wochenangeboten sind auch länderspezifische Läden und Supermärkte ein Top Tipp um vegane Grundnahrungsmittel zu guten Preisen einzukaufen. Zusätzlich unterstützt du damit auch oft Einzelnunternehmer und Familienbetriebe. Besonders hevorzuheben sind hier türkische, russische, arabische und marrokanische Läden, die ein wahrer Traum für die vegane Küche sind.

Kräuter

Tip 6: selber anbauen, Pflücken, sammeln

Zu guter letzt ist es immer auch eine Option, sich selber Lebensmittel anzubauen oder sie pflücken und sammeln zu gehen. Mittlerweile kaufe ich beispielsweise keinen Brennesseltee mehr, sondern gehe mir die verrufene Pflanze selber pflücken und brühe die getrockneten Blätter auf. Das macht Spaß und spart ein. Genauso wie sich viele Käruterarten mega easy und mit wenig Platzaufwand zu Hause ziehen lassen und man dafür nichtmal einen Garten benötigt. Kräuter sind sehr bereichernd für die vegane Küche, da sie nicht nur alles sehr natürlich würzen, sondern auch viele wichtige Pflanzenstoffe für den Körper beinhalten.

Wenn du darüber hinaus einen Garten hast, dann versuche doch mal ein paar tolle Gemüsesorten wie Tomaten oder Zucchini zu ziehen oder pflanz dir einen Apfelbaum oder einen Beerenstrauch. Die frischen Kräuter, Obst- und Gemüsesorten lassen sich auch wunderbar einfrieren oder haltbar einkochen. So hast du auch nicht das Gefühl, du musst sofort alles verwenden, wenn es reif ist. Darüber hinaus kannst du auf Vorrat pflücken und sammeln und sparst dir so nach hinten hin wieder Zeit und Geld.

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